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Trockenheitsbulletin

Ausgabedatum: Donnerstag, 24.09.2026

Nächste Information: Donnerstag, 01.10.2026

Anhaltende Trockenheit

In den kommenden Tagen werden keine relevanten Niederschläge erwartet. Die Trockenheit auf der Alpennordseite und in den Alpen bleibt bestehen.

Wetter

Aktuelle Situation

Auch wenn einzelne Fronten gebietsweise etwas Niederschlag gebracht haben, verschärfte sich das Niederschlagsdefizit in den vergangenen 30 Tagen weiter, dies besonders auf der Alpennordseite, Teilen des Berner Oberlandes sowie im Goms. In den oben beschriebenen Regionen ist in den letzten 30 Tagen nur rund 35-50% des üblicherweise zu erwartenden Niederschlages gefallen. Damit herrscht verbreitet ein grosses Niederschlagsdefizit vor. In den übrigen Regionen ist das Niederschlagsdefizit geringer. Einzig in der Region um Martigny, im Oberengadin und dem Münstertal liegen die Niederschlagsmengen der letzten 30 Tage im Bereich der Norm. Auf der Alpennordseite und in Nordbünden besteht auch über einen Zeitraum der letzten 90 Tage ein grosses Niederschlagsdefizit. Dabei fielen in den erwähnten Regionen meist 50-65% des zu erwartenden Niederschlages, gebietsweise auch nur 35-50%. In der Nordwestschweiz fielen stellenweise nur 15-35% des zu erwartenden Niederschlages. In den übrigen Regionen fällt das Niederschlagsdefizit geringer aus.

Prognose

Bis zum Monatsende bleibt das Wetter hochdruckbestimmt. Ab den ersten Oktobertagen geraten wir wahrscheinlich in eine Westströmung. Die aktivsten Störungszonen werden jedoch voraussichtlich nördlich der Schweiz durchziehen, deshalb sollten die Niederschläge kaum ergiebig ausfallen. Es wird erwartet, dass die Niederschlagsdefizite für den 30-tägigen Zeitraum schweizweit leicht abnehmen, während die 90-Tage-Defizite vor allem im Westen und Süden langsam zurückgehen.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die ausgeprägte Niedrigwassersituation auf der Alpennordseite hält weiter an. Sie hat sich in den letzten Tagen weiter verschärft. Die Abflussdefizite sind vielerorts erheblich bis extrem. An zahlreichen Stationen werden derzeit so tiefe Abflüsse beobachtet, wie sie statistisch gesehen nur alle 2 bis 30 Jahre oder noch deutlich seltener auftreten. Insbesondere der Hochrhein ist von einem markanten Niedrigwasser betroffen. Die Situation an den Seen ist zweigeteilt. Am Bodensee werden aufgrund der niedrigen Zuflüsse weiterhin sehr tiefe Wasserstände gemessen, ebenso am Zürichsee, Walensee und Vierwaldstättersee. An anderen Seen befinden sich die Pegel hingegen auf saisonalen Normalniveaus, z.B. am Neuenburgersee oder am Genfersee.

Prognose

Die bestehenden Abflussdefizite werden sich aufgrund der anhaltend trockenen Witterung weiter verschärfen.

Bodenfeuchte

Aktuelle Situation

Auf der Alpennordseite besteht weiterhin ein erhebliches bis grosses Bodenfeuchtedefizit.

Prognose

In den nächsten Wochen ist keine Entspannung in Sicht. Die Bodenfeuchtedefizite entlang der Voralpen, im Mittelland und im Jura werden erhöht bleiben oder sogar weiter zunehmen.

Grundwasser

Aktuelle Situation

Die Grundwasserstände und Quellabflüsse sind an zahlreichen Stationen weiterhin niedrig. Die Niederschläge der vergangenen Wochen haben zwar dazu geführt, dass sich kleine, oberflächennahe Grundwasservorkommen etwas erholen konnten. Die gefallenen Niederschlagsmengen reichen jedoch nicht aus, um die Grundwasserstände und Quellabflüsse nachhaltig ansteigen zu lassen.

Weitere Informationen

Drought bulletin - National drought platform